Von Jette Anders & Charlotte Rehder, 9c
Am 15.06.2026 haben wir, die 9c, gemeinsam mit den anderen 9. Klassen eine Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme unternommen. Da sich der Geschichtsunterricht in diesem Jahr mit der NS-Ideologie befasst, war dies eine tolle Gelegenheit, tiefere Einblicke in die damalige Zeit zu bekommen. Um 7:30 ging es mit dem Bus los und nach Ankunft begann für jede Klasse eine individuelle Führung.
Uns ist bei dieser Führung viel bewusst geworden. Zum Beispiel der Fakt, dass dort Häftlinge durch schwere Arbeit, aber auch auf andere Weise umgebracht wurden. Oder auch die Tatsache, dass vereinzelt Häftlinge gezwungen wurden, sehr geschwächte Häftlinge mit Injektionen zu töten. Am meisten schockierte uns allerdings die Ausnutzung der Kranken für Experimente, sowie die Todesmärsche in den letzten Tagen vor Kriegsende. Unserer Meinung nach ist dieser Ausflug ein Muss für jeden Schüler und jede Schülerin.
Als wir ankamen, waren wir wie erschlagen von der Größe des Konzentrationslagers, doch wir wurden sehr freundlich von unserem Tour-Guide empfangen. Zuerst einmal zeigte er uns das Krematorium, wo die Gefangenen verbrannt wurden. Dann gingen wir weiter zu dem Eisenbahngleis, wo die Gefangenen in kleinen Wagons ins KZ eingeliefert wurden. Daraufhin sahen wir uns das Gefängnis an, genannt der „Arrestbunker“, von dem nur noch das Fundament zu sehen ist. Hier wurden Gefangene in sehr kleinen Zellen eingesperrt und meistens auch umgebracht wurden.
Auf einer großen Karte im Museum zeigte uns der Guide, wie unfassbar viele Konzentrationslager es in den verschiedenen Ländern gab, doch das die Vernichtungslager ausschließlich in Polen lagen. Im Museum durfte sich jeder selbst die Bereiche anschauen, über die man mehr erfahren wollte. Es gab viele Zeichnungen, welche die Gefangenen während ihrer Zeit in Neuengamme anfertigten, Nachbauten von Schlafräumen und auch Erfahrungsgeschichten sowie Biografien. Als Letztes schauten wir uns das Gedenkhaus an, in dem jeder Insasse aufgeführt ist, dessen Tod in den alten Notizbüchern vermerkt worden war.

