Von Jana Sönnichsen, Q1
In anderthalb Stunden nach Helsinki: das war unser Plan am 27.01.2026, denn an diesem Tag besuchten vier Schülerinnen der Q1 den gemeinsamen Studieninfotag der Hochschule Flensburg und der Europa-Universität Flensburg (EUF). Letztere benennt ihre Gebäude nach Europäischen Städten, zum Beispiel Luxemburg, Oslo oder eben der finnischen Hauptstadt. Ansonsten wäre unser Vorhaben wohl etwas zu ambitioniert gewesen.
In Flensburg kamen wir zumindest rechtzeitig beim Gebäude Helsinki an. Dort schauten wir uns erst einmal die vielen Informationsstände an, die Auskunft über die Studiengänge der Hochschule und der Universität, die Bibliothek oder mögliche Austauschsemester gaben. Zum Glück gingen wir rechtzeitig zum ersten Vortrag, denn der Raum füllte sich mit der Zeit so sehr, dass die Sitzplätze knapp wurden. Dort bekamen wir einen groben Überblick über die Hochschulen sowie Tipps zur Studienorientierung. Denn die EUF bietet fast 20 Studiengänge an, an der Hochschule kann man sich sogar zwischen noch mehr Fächern entscheiden. Dafür gab uns der Referent drei Leitfragen an die Hand: Was kann ich, wer bin ich und wofür schlägt mein Herz?
Um diese Fragen weiter zu erörtern ging es für uns weiter zum nächsten Vortrag. Darin sollte der Bachelor-Studiengang „Film & Media Arts“ der Hochschule Flensburg vorgestellt werden. Natürlich saßen wir wieder überpünktlich auf unseren Plätzen und warteten geduldig, aber als auch zehn Minuten nach der angegebenen Zeit kein Dozent auftauchte, wurden wir skeptisch. Zum Glück erklärte sich ein Informatikprofessor, der ebenfalls im Publikum saß bereit, uns alles über den Studiengang zu erzählen, was er wusste. Vermutlich nimmt Informatik einen kleineren Teil des Studiums ein, als sein spontaner Vortrag vermuten lässt, aber wir waren dankbar für seinen Versuch, den Fehler in der Organisation wiedergutzumachen.
Nach einer kurzen Essenspause besuchten wir den letzten Vortrag über den deutschlandweit einzigartigen Studiengang „Gründung, Innovation und Entwicklung“, in dem Studierende selber eine Produktidee umsetzen können. Vier Studierende berichteten von ihren Projekten und machten Lust auf Unternehmertum. Eine Gruppe entwickelt beispielsweise das Trinkspiel „Schwenkbier“ und arbeitet daran, den perfekten Flaschenöffner für das Spiel zu konzipieren. Uns gefiel dieser unterhaltsame Ansatz, der zeigte, dass Studieren nicht nur aus langweiligen Vorlesungen bestehen muss.
Zuletzt schlossen wir uns einer Campusführung an, in der uns die größten Gebäude der Uni, das Audimax und die Sportanlage gezeigt wurde. Die Führung war nur kurz, denn wir alle, auch die Guides, wollten schnell in die Mensa. Dort ließen wir den ereignisreichen Tag bei einer Currywurst oder einem Nudelauflauf ausklingen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Für einige von uns war es aber wohl nicht das letzte Mal auf dem Campus, denn die nette Atmosphäre und abwechslungsreichen Studiengänge haben uns wirklich überzeugt.

