Von Lavinia Speck, Q1
Neue Leute kennenlernen, andere Kulturen entdecken und den eigenen Horizont erweitern – es ist das zweite Mal, dass Schülerinnen und Schüler des Lycée Pièrre-Riquet aus Saint-Orens- de-Gameville, welches in der Nähe von der Stadt Toulouse im Süden Frankreichs liegt, für eine Woche das Sprachprofil der aktuellen Q1a unserer Schule. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonen alle, dass sie wertvolle Erfahrungen gesammelt hätten, da sie insbesondere ihre Sprache verbessern und ihr kulturelles Wissen erweitern konnten.
Seit drei Jahren lernt Lina-Fae Harms schon Französisch und ihr Austauschpartner, Hugo Rivet, wohnte eine Woche im Juni bei ihr. Beide erzählten in einem Interview, dass sie sehr viel Spaß gehabt hätte und sie die Möglichkeit sehr schätzen würde, an einem solchen Programm teilzunehmen. „Mir ist besonders aufgefallen, wie mehr oder weniger unterschiedlich die Lebensweise der beiden Kulturen ist“, berichtete Hugo, der besonders aus diesem Grund begeistert von seinem Aufenthalt in Deutschland war. „Wir haben zusammen in der Familie und mit unseren Partnern sehr schöne Momente erlebt.“
Das Hauptaugenmerk des Austausches lag auf dem Thema „Grenzen“. Herr Henning und Frau Kostriza erklärten in ihrer Begrüßungsrede in der Aula, wie wichtig die Erkenntnis sei, dass die kulturelle Grenze nicht so streng wie die geographische sein dürfe – denn genau dieses Aufeinandertreffen von Menschen aus zwei verschiedenen Ländern zeige, wie diese Grenze verschwimme.
Natürlich durften zahlreiche Ausflüge wie etwa nach Haithabu, Sonderburg, Flensburg und Lübeck nicht fehlen, um die deutsche Kultur und Geschichte rund um das Thema „Grenzen“ kennenzulernen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Grenzkonflikte in der Region zwischen Dänemark und dem heutigen Norddeutschland. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten die Städte mit diesem Wissen und besuchten unterschiedliche Museen, um zu erkennen, wie wichtig der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen ist.
Selbst Jahrzehnte später würden solche Austauschprogramme noch begeistern, daher müssten sie am Leben gehalten werden, tat Herr Thomas in der Begrüßung kund. Seit mehr als fünfzig Jahren reisen Schülerinnen und Schüler nach Frankreich und Deutschland, offen seiend für neue Erfahrungen. Auch die Bürgermeisterin der Stadt Rendsburg, Janet Sönnichsen, nahm in ihrer Schulzeit an einem Austausch nach Frankreich teil und hat bis heute noch schöne Erinnerungen daran. Es liege in ihrem Interesse, dass solche Möglichkeiten bestehen blieben, da es eine Bereicherung für das kulturelle Verständnis sei.
Im September war es dann auch endlich für die deutschen Schülerinnen und Schüler soweit, denn für sie ging es eine Woche lang nach Frankreich. Genau wie die französischen jungen Menschen konnten sie viele positive Erfahrungen sammeln und einen Eindruck von der Kultur bekommen – mehr dazu findet ihr in diesem Artikel . 

